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Wir haben uns im Jahr 2000 zusammen gesetzt und überlegt ob wir eine eigene Goaßlgruppe
gründen wollen. Mittlerweile sind wir vom Goaßln so begeistert das wir uns einmal in der Woche
und zwar Donnerstags um 20.00 Uhr zur Probe im Vereinsheim zusammenfinden.
Jetzt werden Sie sich sicher fragen, was ist Goaßln?
Goaßln ist nichts anderes wie im Rhythmus zur Musik die Peitsche knallen lassen.
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Es gibt zwei Arten des Goaßlschnoizens:
1. Im Takt zur Musik auf den Tischen mit der kurzen Goaßl z. B. in Festzelten, auf Heimatabenden... 2. Im Freien, mit der langen Goaßl z. B. bei Umzügen, als “Böller-Ersatz”........
Die kurze Goaßl stammt von den Peitschen ab, die früher und auch noch heute von den Kutschern verwendet wurden und werden. Bei der Einfahrt in eine Ortschaft wurde dieses Knallen mehrfach lautstark
wiederholt, um den Bewohnern die Ankunft mitzuteilen. Zur Unterscheidung der verschiedenen Fuhrwerke und der unterschiedlichen Waren setzten sich immer spezifischere Knallfolgen durch. Aus dem anfänglichen
Einzelschlag wurde zwischen Vorhandschlag und Rückhandschlag differenziert. Aus der Kombination der beiden entstand der Doppelschlag und später auch die sog. Triangel. Im Laufe der Zeit entstanden auf diese Weise
regelrecht Erkennungsmelodien, die manchmal von mitfahrenden Sängern und Musikern begleitet wurden, wobei natürlich jede besser war, abwechslungsreicher, klarer und lauter als die der anderen Kutscher sein mußte. So
wurde natürlich auch gern und fleißig geübt, bis eben die ersten Wettkämpfe ausgetragen wurden. Heutzutage werden Wettbewerbe im Einzel und auch in der Gruppe veranstaltet. Hierbei wird auf einen klaren Schlag, eine
zur Musik passende Choreographie, ruhigen Stand und auch auf originalgetreue und vollständige Tracht geachtet. Da es sich beim Goaßlschnoizen um eine überwiegend alpenländische “Sportart” handelt, ist der Bayerische
oder Österreichische Meister sozusagen zugleich auch Weltmeister.
Die langen Goaßln haben einen ganz anderen Ursprung: Sie sind sozusagen mit den Böllern verwandt. Der intensive, laute Knall den sie hervorrufen, wurde wie die Ratschen, Böllerkanonen, Perchtenglocken
und vielerlei andere krachmachende Geräte zum Vertreiben der bösen Geister verwendet. Je nach Region entstanden im Frühjahr und noch mehr im Herbst eine Vielzahl von Bräuchen, die durch furchbare Masken, Feuer,
Krach oder diverse andere Gerätschaften die bösen Geister vertreiben sollten. Je lauter und schrecklicher das Ganze war, umso besser. Und weil in Bayern immer schon keiner schlechter sein wollte als z. B. das
Nachbardorf entstand nach und nach ein Wettstreit zwischen den Dörfern. Heutzutage vergleicht man sich mit der “Langen”, indem jede Mannschaft (6-10 Pers.) mehrere durchlaufende Schläge vorführt: Der Erste
schlägt, dann der Zweite, der Dritte...alle mit gleich kurzer Pause...und wenn der Letzte seinen Schlag gezogen hat, ist genau der Erste wieder an der Reihe.
Im optimalen Fall sind alle Schläge, egal welcher Durchlauf, im gleichen Takt.
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